Nach dem Zugsunglück sind noch drei Verletzte im Spital

Eine Verbesserung des Zugsicherungs-Systems würde 2 Milliarden Franken kosten

<p>SBB-Chef Andreas Meyer sieht kein eigentliches Sicherheitsproblem bei den SBB</p>

Nach dem Zugsunglück im waadtländischen Granges-près-Marnand mit einem toten Lokführer und 26 verletzten Passagieren sind noch drei Verletzte im Spital. Inzwischen mehren sich die Zeichen, dass einer der beiden Lokführer ein Rotlichtsignal überfahren hat. SBB-Chef Andreas Meyer sagte heute vor den Medien in Lausanne, wenn man mehr Sicherheit wollte, müsste man zwei Milliarden Franken investieren. Zum gestrigen Unglück sagte Meyer, die SBB habe grundsätzlich kein Sicherheitsproblem.

Das aktuelle Zugsicherungs-System der SBB bremst einen Zug nur dann automatisch, wenn dieser ein Rotlichtsignal überfahren hat. Ein neues System könnte den Zug bereits vor dem Signal abbremsen. Die Einführung eines solchen Sicherheitssystems bräuchte rund zehn Jahre.

Audiofiles

  1. Neues SBB-Sicherheitssystem würde 2 Milliarden kosten. Audio: Urs Niedermann