Alle eidgenössischen Vorlagen klar abgelehnt

Am deutlichsten verworfen wurde die 1:12-Initiative mit 65 Prozent Nein-Stimmen

Unternehmen in der Schweiz können Managern weiterhin Millionenlöhne zahlen. Volk und Stände haben es abgelehnt, die zulässige Lohnspanne zu begrenzen. 65 Prozent der Stimmenden sagten Nein zur 1:12-Initiative der JUSO. Rund 1,8 Millionen Personen lehnten die Initiative ab, 955'000 nahmen sie an. Ein Ja resultierte in keinem Kanton. In den Kantonen Tessin und Jura scheiterte das Volksbegehren allerdings nur knapp: Im Kanton Tessin legten 49 Prozent der Stimmenden legten ein Ja in die Urne, im Kanton Jura 48 Prozent.

59 Prozent sagten Nein zur Familieninitiative
Es bleibt dabei: Steuerabzüge für die Kinderbetreuung können weiterhin nur Familien machen, die ihren Nachwuchs ausser Haus betreuen lassen. Das Volk hat die Familieninitiative der SVP für einen neuen Steuerabzug für die Eigenbetreuung mit 59 Prozent deutlich abgelehnt. Fast in der ganzen Schweiz hatte die Volksinitiative zur
Familienbesteuerung einen schweren Stand. Anklang fand sie nur knapp in den drei konservativen Kantonen Appenzell Innerrhoden (52 Prozent), Schwyz und Uri (beide 51 Prozent). Im Thurgau gab es ein eher knappes Nein von 51,7 Prozent.

Autobahnvignette kostet weiterhin 40 Franken
Die Autobahnvignette kostet in der Schweiz weiterhin 40 Franken. Die Stimmenden haben den umstrittenen Aufschlag auf 100 Franken und die mit der Erhöhung verbundene Erweiterung des Nationalstrassennetzes mit 61 Prozent Nein-Stimmen überraschend klar abgelehnt. Gegen 1'662'800 Stimmende legten ein Nein ein, gegen 1'087'400 hiessen
die Vorlage gut. In keinem einzigen Kanton fand die Vorlage Unterstützung. Gegen die auch im Parlament lange umstrittene Erhöhung des Vignettenpreises hatten Autoverbände, die SVP sowie grün-ökologische Kreise das Referendum ergriffen.

Audiofiles

  1. Klares Nein bei 1:12 Initiative. Audio: Tommy Durrer
  2. Autobahn-Vignette weiter 40 Franken. Audio: Tommy Durrer
  3. SVP-Familieninitiative geht bachab. Audio: Urs Niedermann
  4. Pressestimmen zum Abstimmungssonntag. Audio: Adrian Derungs