Vernetzt: TV noch schärfer. Ultra HD steht bei den Händlern

Lohnt sich der Umstieg auf die neue Fernseh-Technik?

<p>Viermal mehr Bildpunkte als Full HD: 4K bietet eine Top-Auflösung. Leider gibt es noch kaum Inhalte dafür. </p> <p>Die Grafik von Samsung illustriert es. Ein HD Fernseher im Vergleich zu einem 4K Display. </p>

UltraHD oder 4K, wie es auch genannt wird, bringt die vierfache Auflösung von Full HD ins Wohnzimmer. Es ist die selbe Auflösung, wie heute in den Kinosälen verwendet wird. Knapp 8.3 Millionen Bildpunkte bietet ein 4K Fernseher (Full HD: 2 Mio.).

Die ersten Fernseher dieser Generation stehen bei den Händlern. Die Preise starten bei rund 2500.- Franken. Das grosse Problem dabei: Es gibt noch kaum Inhalte für die neue TV-Generation. Profitieren wird momentan nur, wer selber 4K Aufnahmen macht, regelmässig Fotos auf dem TV ansieht oder die ersten 4K Youtube- und Vimeo-Videos anschauen will. Oder die paar Exoten, welche es irgendwie geschafft haben, hierzulande einen Netflix-Account zu eröffnen. Die können sich nun 'House of Cards' in 4K ansehen. Besitzer einer XBox One oder Playstation 4 gehen dagegen leer aus. Die Playstation 4 kann zwar 4K Inhalte wiedergeben, Games werden allerdings nicht mit 4K laufen, dafür reicht die Rechenleistung dann leider doch nicht aus.

Kein Wow-Effekt wie bei der Umstellung auf HD
Wir mögen uns sicher noch daran erinnern, welches Aha-Erlebnis wir hatten, als wir das erste Mal einen Fussballmatch in HD gesehen haben. Dieser Wow-Effekt bleibt bei der Umstellung von HD auf UltraHD aus. Man muss schon ein extrem grosses Gerät haben oder sehr nahe an den Bildschirm gehen, um überhaupt einen Unterschied festzustellen. Bei der im Wohnzimmer üblichen Andordnung wird man in der Regel keinen grossen Unterschied feststellen.

Fernsehsender warten zu
Auch gibt es momentan keinen Zeitplan, wann die TV-Sender auf 4K umstellen werden. Die meisten haben erst in den letzten Jahren auf HD umgestellt. Eine erneute Umstellung der gesamten Produktionskette wäre zum jetzigen Zeitpunkt schlicht zu teuer. Kommt dazu, dass es auch bei der Übertragung noch einige technische Hürden gibt. So sind auch die Kabelnetzbetreiber noch nicht für 4K gerüstet.

Ausser für Spezialanwendungen gibt es also momentan noch wenig Gründe, auf 4K umzustellen. Wenn man sich einen neuen Fernseher kauft, kann man höchstens argumentieren, damit für die Zukunft gerüstet zu sein. Bezahlt das allerdings noch eher teuer zur Zeit.

Audiofiles

  1. Vernetzt 18.02.2014. Audio: Andy Wolf