Stau auf Autobahnen hat sich verdoppelt

Betroffen sind vor allem Zürich und Genf, auch in Zug und Luzern stauts länger

Die Zahl der Stau-Stunden auf den Schweizer Autobahnen hat sich in der Zeitspanne von 2008 bis 2012 verdoppelt. Dies zeigt eine Studie der Grossbank Credit Suisse. Die privaten Haushalte hätten einerseits mehr Geld für Mobilität, andererseits sei das hohes Bevölkerungswachstum und längere Pendlerstrecken die Gründe für die Verdoppelung der Staustunden, so die Studie.

Thomas Rohrbach, Mediensprecher des Bundesamts für Strassen, relativiert die Ergebnisse. Es seien in den vergangenen Jahren mehr Messstellen eingerichtet worden und auch darum seien die Zahlen gestiegen.

Eine Lösung des Problems sieht die Studie im Road-Pricing. Künftig sollen Autofahrerinnen und Autofahrer also dafür zahlen auf staugefährdeten Strassen zu fahren. Diese Lösung werde zurzeit geprüft, sagt Thomas Rohrbach weiter. Diese brauche aber zuerst eine Verfassungsänderung. Damit könnte Road-Pricing erst in mehr als zehn Jahren realisiert werden.

Stau-betroffen sind vor allem der Grossraum Zürich und die Genferseeregion. Aber auch die Zentralschweiz . Zug ist beim Stauaufkommen auf Rang neun, Luzern auf Rang 17.

Audiofiles

  1. Verdopplung der Staustunden. Audio: Lukas Keusch