Zuger Steuererklärungen werden nicht eingescannt

Projekt sistiert, weil US-Firma beteiligt ist

Im Kanton Zug werden die Steuererklärungen vorerst nicht eingescannt. Das Projekt "eDossier Steuern" werde sistiert, sagte der Zuger Finanzdirektor Peter Hegglin (CVP) vor dem Zuger Kantonsparlament.

Die Zuger Steuervewaltung hatte das Projekt lanciert, um künftig Steuerdossiers elektronisch bewirtschaften zu können. MIt dem Scanning der Steuererklärungen hatte sie eine private Schweizer Firma beauftragt, die einem US-Konzern gehört.

Genau das war auch der Grund, weshalb sich die FDP gegen das Projekt wehrte. Fast täglich lese man Meldungen, wonach Personen-, Bank- und Steuerdaten unrechtmässig weitergegeben würden, sagte ein Sprecher. Es sei deshalb inakzeptabel, diesen Auftrag einem US-Unternehmen zu übertragen.

Die Zuger Regierung hat auf die Kritik reagiert und den Vertrag mit der Firma sistiert. Es seien bisher keine Steuerdaten extern herausgegeben worden, sagte Finanzdirektor Peter Hegglin. Es werde nun eine neue Lösung geprüft.

Peter Hegglin, Zuger Finanzdirektor

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  1. Zuger Steuererklärungen werden nicht extern digitalisiert. Audio: Roman Gibel