Tödliches Radrennen im Aargau: eine Person verhaftet

Der Verhaftete soll den Unfall möglicherweise mit Absicht verursacht haben

Nach dem tödlichen Unfall beim Radrennen im Kanton Aargau hat die Polizei einen Fahrer verhaftet.

Nach dem tödlichen Unfall bei einem Radrennen im Kanton Aargau hat die Polizei einen Radrennfahrer verhaftet. Der 50-jährige Zürcher soll den Unfall am Samstag möglicherweise absichtlich verursacht haben. Gemäss ersten Befragungen hatte der Beschuldigte eine Vierergruppe überholt. Die gesamte Gruppe stürzte dabei. Ein 36-jähriger Schweizer Radrennfahrer aus dem Kanton Zürich erlag seinen schweren Verletzungen im Spital. Die anderen drei Fahrer wurden verletzt. Zwei Radrennfahrer befinden sich gemäss Staatsanwaltschaft noch in Spitalpflege.

"Es wird nun abgeklärt, ob der Mann den Unfall mit Absicht verursacht hat."

Gegen den Verhafteten wurde ein Strafverfahren wegen eventualvorsätzlicher Tötung, fahrlässiger Tötung sowie schwerer Körperverletzung eröffnet, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Sie beantragte für den Mann eine Untersuchungshaft von drei Monaten. Es werde nun untersucht, ob der Mann den Unfall absichtlich verursacht habe. In einer Befragung bestreite der Mann, ursächlich verantwortlich für den Unfall und für den Tod eines Radrennfahrers zu sein, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Er gebe zu, dass es zu einem Körperkontakt gekommen sei - jedoch nicht direkt mit dem Verstorbenen. Zur Klärung sucht die Aargauer Staatsanwaltschaft Augenzeugen, die den Unfallhergang beobachteten, diesen fotografierten oder filmten.

"Der Verhaftete bestreitet, dass er mit dem tödlich Verunfallten in Kontakt gekommen ist."

Der tödliche Unfall hatte sich am Samstag um 14.30 Uhr beim Gippinger Radrennen in Böttstein im Bezirk Zurzach am Rhein ereignet. Es war der erste derart schwere Unfall in der 51-jährigen Geschichte der Radsporttage Gippingen. Aus Pietätsgründen stellte das Organisationskomitee am Sonntag den Rennbetrieb ein.