Zug und Schwyz zahlen mehr in Finanzausgleich

Bund gibt provisorische Zahlen für 2015 bekannt

Peter Hegglin, Zuger Finanzdirektor Der Schwyzer Finanzdirektor Kaspar Michel.

Die Kantone Schwyz und Zug müssen im kommenden Jahr noch einmal deutlich mehr in den Finanzausgleich einzahlen. Das zeigen die provisorischen Zahlen des Bundes.

Der Kanton Zug muss von allen Kantonen am zweitmeisten in den Finanzausgleich einzahlen, nämlich 317 Millionen Franken. Das sind 37 Millionen mehr als im laufenden Jahr. Auch der Kanton Schwyz muss 19 Millionen Franken mehr bezahlen, nämlich 162 Millionen Franken. Beide Kantone wollen sich gegen diese hohen Beiträge wehren. Sie haben bis im Herbst Zeit, einen Kommentar abzugeben. Je nachdem kann der Bund dann die Beiträge noch anpassen.

Nach dem Willen des Bundesrates sollen die reichen Kantone ab 2016 weniger an die armen Kantone zahlen müssen. Schwyz und Zug gehen die Vorschläge des Bundes aber zu wenig weit.

Geld erhalten in der Zentralschweiz im kommenden Jahr die Kantone Luzern, Obwalden und Uri. Allerdings bekommt Luzern etwa 16 Millionen Franken weniger als in diesem Jahr. Man habe mit mehr Geld gerechnet, hiess es beim Finanzdepartement auf Anfrage. Sieben Millionen Franken müssten deshalb beim kommenden Budget zusätzlich eingespart werden.

Am meisten Geld erhält weiterhin der Kanton Bern mit etwa 1,2 Milliarden Franken.