Vernetzt: Alles wird jetzt gebogen

Fernseher und Smartphones mit gebogenem Displays - was bringt's?

Samsung Curved UHD TV. Sieht schick aus - Bildtechnisch gesehen gibt es aber keine Vorteile. Das Samsung Galaxy Round ist gegen die Seiten gebogen und soll so besser in der Hand liegen. Das LG Flex ist nicht nur gebogen, sondern lässt sich auch noch biegen. Der Hersteller verspricht ein robusteres Smartphone, weil es nicht steif ist.

Man konnte es nicht übersehen während der WM: Der letzte Schrei in Sachen Fernseher sind gebogene Displays. "Curved" heisst das bei Samsung. Der Hersteller verspricht dabei "mehr Tiefenwirkung" als bei einem herkömmlichen Flachbild-Fernseher. Ähnlich wie bei einer Kinoleinwand ergebe sich dabei "mehr Präsenz". Tatsächlich ist die Kinoleinwand in erster Linie gebogen, weil zumindest mit analogen Projektoren das Bild an den Rändern sonst verzerrt wäre. Etwas was jetzt beim gebogenen Fernseher auch passiert wenn man nicht genau direkt von vorne in den Fernseher blickt. Kritiker monieren denn auch, ein gebogener Fernseher sei nicht nur überflüssig, sondern sogar kontraproduktiv. Zumindest was die Bildqualität anginge - schick aussehen tut das natürlich.

Und weil man die modernen OLED-Displays nun biegen kann, werden auch die Smartphones nun gebogen. Das Samsung Galaxy Round ist gegen die seitlichen Kanten hin gebogen und soll damit besser in der Hand liegen. Auch kann es, wenn es auf einer flachen Kante liegt, über Wippbewegungen gesteuert werden. Erhältlich ist es allerdings nur in Südkorea. Das LG G Flex ist dagegen auch in der Schweiz erhältlich. Es ist nicht nur gebogen, sonden auch leicht biegsam. So soll es robuster sein, weil es nicht mehr so steif wie andere Smartphones ist. Alles in allem erfreuen sich allerdings vor allem die Designer an den neuen Möglichkeiten. Und die Hersteller können sich damit natürlich als Technologie-Führer profilieren.

 

Audiofiles

  1. Alles wird jetzt gebogen.. Audio: Maik Wisler