Volk kann über Gütschbahn-Kredit entscheiden

CVP und FDP haben am Morgen Referendum eingereicht

FDP und CVP haben das Referendum gegen den Gütschbahn-Kredit eingereicht.

Die Sanierung der Gütschbahn in der Stadt Luzern dürfte vors Volk kommen. FDP und CVP der Stadt Luzern haben am Morgen das Referendum gegen den städtischen Kredit eingereicht. Die Stadt will die Sanierung der Gütschbahn mit 1,73 Millionen Franken unterstützen. Insgesamt wurden über 1'500 Unterschriften gesammelt, teilten die beiden Parteien mit. Nötig für das Zustandekommen des Referendums sind 800 Unterschriften. Nun werden die Unterschriften noch überprüft.

Parlament genehmigte Kredit im Juni

Das Luzerner Stadtparlament hatte im Juni den Kredit von 1,73 Millionen Franken an die Sanierung der Gütschbahn gutgeheissen. Die Stadtregierung und die Château Gütsch Immobilien AG hatten sich im Mai geeinigt, wie die Sanierung der Gütschbahn finanziert werden soll. Demnach übernimmt die Stadt 1,65 Mio. Franken der Kosten plus Zinsen, die Gütsch-Eigentümerin 1,46 Mio. Franken. Im Gesamtbetrag von 3,11 Mio. Franken enthalten ist auch ein Beitrag an die Betriebskosten in den kommenden 25 Jahren.

Bahn steht seit 2008 still

1884 wurde auf den 520 Meter hohen Luzerner Hausberg Gütsch eine Standseilbahn gebaut. Diese erschliesst das Schlosshotel sowie ein Wohnquartier. Die rund 180 Meter lange Bahn steht seit 2008 aus Kostengründen still. Auf dem Trassee der alten Standseilbahn soll ein neuer Schräglift mit zwei Kabinen gebaut werden. Geplant ist, die Anlage ins Netz des Verkehrsverbunds Luzern zu integrieren.