Kalb, Gusti oder Rind?

Der Stierenmarkt in der Stadt Zug präsentiert die schönsten Tiere der Region

Prachtskerle. Die Stiere am Stierenmarkt in Zug (Archivbild) Wer ist der Schönste?  (Archivbild) Urchig gehts zu und her, am Stierenmarkt in Zug (Archivbild) Um die 240 Stiere können traditionsgemäss am Stierenmarkt in Zug bestaunt werden (Archivbild)

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  1. Stierenmarkt in der Stadt Zug. Audio: Lukas Keusch

Der traditonelle Stierenmarkt in der Stadt Zug findet heute und morgen zum 124. Mal statt. Nebst dem Handel mit Stieren ist es auch ein gesellschaftlicher Anlass. Umgeben von Betonwänden von Hochhäusern und Neubauten stehen die 239 angemeldeten Stiere im Mittelpunkt.

Kalb, Gusti oder Rind?

Der Veranstalter verzeichnet jährlich steigende Besucherzahlen am Stierenmarkt, bestätigte Jörg Hänni Marketingleiter vom Schweizer Brunviehzuchtverband. Bis zu 8'000 werden in diesem Jahr erwartet. Davon wissen viele nicht mehr, was der Unterschied zwischen "Chälbli" und "Gusti ist. Darum hier eine kurze Erklärung:

"Chälbli" = Kalb: Ein frisch Geborenes bis zum ersten Geburtstag.

"Gusti": Dieser Ausdruck wird vorallem im Kanton Luzern verwendet. Er bezeichnet ein Rind im zweiten Lebensjahr. In der Innerschweiz wird auch der Ausdruck "Jährlig" dafür verwendet.

Ein Rind wird zur Kuh, wenn sie das erstemal gekalbert hat. Ein Rind wird zum Stier (oder "Muni") wenn er zeugungsfähig ist. Ein Ochse ist ein kastrierter Stier.

Muni von Schwinger Matthias Sempach auch da

Angemeldet zum Handel ist auch Muni «Wilson», der seit Sonntag im Besitz von Schwinger Matthias Sempach ist - dem Sieger des Kilchberg-Schwinget. Der Besitzer von Wilson habe den Stier bereits im Sommer angemeldet. Ob der Stier den Besitzer wechselt, steht erst am Donnerstagabend fest.