Die Schweiz - das Land der Radarfallen

Kanton Luzern mit 29 Geräten an Zentralschweizer Spitze

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  1. Radarfallen in der Zentralschweiz.. Audio: Thomas Zesiger
Heute Donnerstag wird in Deutschland an 7'500 Stellen geblitzt. Ein "Blitzkasten" an der Autostrasse A8 im Kanton Obwalden. Polizei im Einsatz (Symbolbild)

In Deutschland findet heute ein nationaler Blitzer-Marathon mit tausenden von Kontrollstellen statt. Doch wo steht eigentlich die Zentralschweiz in Sachen Blitzer und Radarfallen? Vor kurzem hat dazu die „SonntagsZeitung“ bisher nicht bekannte Zahlen veröffentlicht. Dank dem Öffentlichkeitsgesetz erhielt man erstmals eine vollständige Liste aller Verkehrsmessgeräte in der Schweiz und ihrer Eigentümer.

900 Geräte in der Schweiz, davon 76 in der Zentralschweiz

Laut der nationalen Datenbank des Bundes sind in der Schweiz demnach 900 Laserpistolen, fixe Blitzkästen, Radars und Nachfahr-Messgeräte im Einsatz - alleine 76 davon stehen gemäss den vorliegenden Daten in den sechs Zentralschweizer Kantonen. Luzern ist dabei mit 29 an der Spitze, gefolgt von Schwyz und Zug mit je 16 Geräten. In Nidwalden sind es deren 6, Uri hat 5 Geräte und Obwalden 4.

Nimmt man die Anzahl Einwohner als Faktor dazu, so steht in der Zentralschweiz plötzlich Nidwalden auf Platz 1. Hier sind es 1.43 Messgeräte pro 10‘000 Einwohner. Auf den Positionen folgen Uri (1.39) und Zug (1.35). Obwalden kommt auf 1.1 Geräte pro 10‘000 Einwohner, Schwyz auf 1.06 und Luzern gar nur auf 0.74.

Schaffhausen hat einen Apparat auf 4'400 Einwohner

In der Schweiz hat Schaffhausen gemäss der „SonntagsZeitung“ im Verhältnis zur Bevölkerung die höchste Dichte an Kontrollgeräten: ein Apparat auf 4‘400 Einwohner. Am anderen Ende der Skala liegt der Jura mit einem Gerät auf 36’000 Einwohner. 

Weiter berichtet die Zeitung, dass die Polizeikorps mächtig aufgerüstet haben. Lausanne etwa hat den Bestand in 2013 praktisch verdoppelt, von 18 auf 32 Kästen.