Altersheime tricksen Betagte und Behörden aus

Weniger Personal und falsche Krankenbilder

Gewisse Altersheime stellen weniger Personal ein als nötig um Geld zu sparen (Symbolbild)

Altersheime tricksen Betagte und Behörden aus. Das titelt heute die „SonntagsZeitung“. Erstmals würden Zahlen des Bundesamtes für Statistik zeigen, mit welchen Tricks gewisse Heime auf Kosten der Betagten und des Personals Geld sparen und mehr Gewinne machen würden. Namen von Heimen wurden nicht genannt. 

Um Geld zu sparen würden gewisse Altersheime weniger Personal einstellen als nötig. Im Extremfall seien es halb so viele Leute. So könnten die alten Menschen nicht mehr richtig betreut werden, es würden ihnen schnell Windeln angezogen und wenn sie nachts um Hilfe rufen würden -  so zeigen Recherchen der "SonntagsZeitung" - würden die betagten Menschen beschimpft. 

Um mehr Geld zu generieren würden gewisse Altersheime zudem die Betagten als kranker einstufen als sie sind. Je mehr Pflege (eigentlich) benötigt wird, desto mehr Geld erhält ein Heim. 

Unter anderem die Stadt Zürich wolle nun handeln und schärfere Kontrollen einführen. Als Vorbild gelte der Kanton Waadt. Dort tauche die Heimpolizei jeweils unerwartet auf. Die Missbräuche hätten seither stark abgenommen.