Nidwalden: Ja zum preisgünstigen Wohnungsbau

71 Prozent der Stimmenden sagen Ja zum Vorschlag des Parlaments

Das Nidwaldner Stimmvolk sagt Ja zum preisgünstigen Wohnungsbau.

Im Kanton Nidwalden soll es nicht nur für Reiche Wohnungen geben. 71 Prozent der Stimmenden haben den Regierungsrat beauftragt, eine gesetzliche Grundlage zur Förderung von bezahlbarem Wohnraum zu schaffen. Der Gegenvorschlag zu einer Volksinitiative der SP wurde mit rund 9'400 Ja zu 3'800 Nein gutgeheissen. Die SP hatte ihr Begehren zurückgezogen, nachdem das Parlament den Gegenvorschlag beschlossen hatte.

Zwei Jahre für Umsetzung
Der Gegenvorschlag ist offen formuliert und nennt keine konkreten Massnahmen. Die Nidwalnder Regierung muss die darin formulierte Zielsetzung nun innerhalb von zwei Jahren umsetzen. Dass in Nidwalden die Wohnpreise gestiegen sind und dass kaum günstige Wohnungen gebaut werden, ist praktisch  unbestritten. Neben der SP sprachen sich deshalb auch die Grünen und die FDP für ein Eingreifen des Gesetzgebers aus.

SVP war dagegen
Die CVP hatte zur Vorlage Stimmfreigabe beschlossen, weil diese keine Lösungen aufzeige. Abgelehnt wurde der Gegenvorschlag von der SVP. Sie befürchtete, dass die Eigentümer bevormundet würden und billige Wohnungen auswärtige Sozialhilfebezüger anlocken könnten.

Audiofiles

  1. Nidwalden sagt Ja zu günstigem Wohnraum. Audio: Stephan Weber