Schwyz bittet Reiche stärker zu Kasse

59 Prozent der Stimmbevölkerung sagen Ja zur Steuergesetzrevision

Im Kanton Schwyz müssen die Reichen mehr Steuern bezahlen. Die Stimmbevölkerung hat die Revision des Steuergesetzes mit einem Ja-Anteil von 59 Prozent angenommen. Damit werden künftig Personen mit einem Einkommen von mehr als 230‘000 Franken (Verheiratete 438'000 Franken) stärker besteuert. Bei der Vermögenssteuer wird der Steuersatz von 0,5 auf 0,6 Promille erhöht, wobei dank höheren Sozialabzügen der Mittelstand geschont wird. Weitere Mehreinnahmen wird es aus der Grundstückgewinnsteuer und der Dividendenbesteuerung geben.

66 Millionen erwartet
Von den Gesetzesänderungen erhofft sich der Kanton Mehreinnahmen von 66 Millionen Franken. Allerdings dürfte Schwyz trotz diesen Massnahmen nicht um eine generelle Steuererhöhung herumkommen, wie der Regierungsrat zehn Tage vor der Abstimmung ankündigte. Schwyz hatte letztmals 2009 seine Steuern gesenkt. Seither wird der Staatshaushalt von Defiziten geprägt. Nach Ansicht der Schwyzer Regierung handelt es sich um ein strukturelles Defizit, das durch die steigenden Zahlungen in den Nationalen Finanzausgleich verursacht wird. Die Fehlbeträge sollen mit Sparmassnahmen und Mehreinnahmen beseitigt werden.