Gurtenpflicht auf dem Rücksitz: vor 20 Jahren eingeführt

Dieses Gesetz rettete bereits hunderte Menschenleben

Der Sicherheitsgurt feiert heute ein Jubiläum. Seit 20 Jahren muss man sich in der Schweiz auch auf dem Rücksitz angurten. Ohne Gurt sei es zu gefährlich, entschied man 1994.

1600 Menschen gerettet

20 Jahre später zeigt sich, dieser Entscheid lohnte sich. Uwe Ewert von der Beratungsstelle für Unfallverhütung sagt, eine Statistik seit dem Jahr 2000 zeige deutlich: "Dank der Gurtenpflicht konnten 1'600 Menschenleben gerettet werden."

Manche Autofahrer zweifeln an der Sicherheit der Sicherheitsgurtes

Und trotzdem, in der Schweiz gibt es nach wie vor Menschen, welche sich im Auto nicht angurten. Auf dem Rücksitz ist es jeder Vierte. Uwe Ewert sagt, diese „Gurt-Verweigerung“ habe vor allem zwei Gründe: „Das eine ist, dass die Leute zweifeln, dass der Sicherheitsgurt funktioniert.“ Manche würden sogar denken, der Sicherheitsgurt könne gefährlich sein, weil man bei einem Unfall nicht aus dem Auto raus komme. Dies stimme aber nicht, sagt Uwe Ewert.

60 Franken Busse bei Nichttragen

Der andere Grund, keinen Gurt im Auto zu tragen sei, dass die Leute ihre Freiheit behalten wollen. Diese Freiheit kostet in der Schweiz aber etwas. Wer ohne Gurt erwischt wird, bezahlt 60 Franken Busse. 

Immer mehr Schweizer tragen Sicherheitsgurte

Audiofiles

  1. Der Sicherheitsgurt feiert Jubiläum. Audio: Raphael Reichen