Baustart zu neuem Fernwärmenetz im Luzerner Rontal

Im Herbst 2015 sollen die ersten Gebäude an das neue Netz

Die neu gebaute Kehrichtverbrennungsanlage Regeneria in Perlen soll ab nächstem Herbst Fernwärme für insgesamt drei Rontaler Gemeinden produzieren Das 40 Milllionen Franken Projekt wird durch die Verantwortlichen vorgestellt Nicole Reisinger, Leiterin Unternehmenskommunikation der ewl mit dem Projektleiter Jörg Hoffmann Spatenstich - bzw. erste Rohrverlegung der Fernwärmeleitungen in Root Spatenstich - bzw. erste Rohrverlegung der Fernwärmeleitungen in Root Spatenstich - bzw. erste Rohrverlegung der Fernwärmeleitungen in Root

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  1. Spatenstich Fernwärmenetz Rontal. Audio: Lukas Keusch

In Root LU haben die Bauarbeiten für das neue Fernwärmenetz im Rontal begonnen. Die Anlage soll dereinst Teile von Root, Buchrain, Dierikon und Ebikon mit Abwärme aus der künftigen Kehrichtverbrennungsanlage Renergia in Perlen versorgen. Die neue Kehrichtanlage in Perlen, die 2015 schrittweise den Betrieb aufnehmen soll, dient dann auch als Zentralheizung. Über ein Rohrleitungsnetz wird die Wärme, welche durch die Verbrennung von Abfall entsteht, zu Häusern und Industriebetrieben zum Heizen und zur Warmwasseraufbereitung zugeleitet. „Ein wichtiger Moment“, freut sich Stephan Marty der Verwaltungsratspräsident der Fernwärme Emmen AG, „nach der detaillierten Planungsphase und intensiven Verhandlungen mit den Partnern wird der Bau des Fernwärmenetzes Rontal nun für alle sichtbar.“

40 Millionen Franken Projekt

Insgesamt werden über 40 Millionen Franken investiert. Realisiert wird das Projekt durch die Fernwärme Emmen AG. Hauptaktionärin ist der städtische Energieversorger Energie Wasser Luzern (ewl). Weiter beteiligt sind Recycling Entsorgung Abwasser Luzern (REAL) und die Gemeinde Emmen. Auch Buchrain und Ebikon haben eine Beteiligung beschlossen.

Root in einem Jahr mit Fernwärme beheizt

In einer ersten Bauetappe wird das Fernwärmenetz in Richtung Root auf bis zu 2,5 Kilometer ausgebaut. Dieses soll im Herbst 2015 in Betrieb gehen. „Mehrere Überbauungen und alle öffentlichen Gebäude werden ab kommendem Herbst durch die Fernwärme der Renergia beheizt“, so der Gemeindepräsident von Root Heinz Schumacher. In einer zweiten Etappe wird auch das Gebiet Ebikon/Buchrain erschlossen. Es soll ab Herbst 2016 die Wärme nutzen können. Prominenter Wärmeabnehmer ist der Aufzugs- und Rolltreppenhersteller Schindler in Ebikon. Das Unternehmen will damit seine Erdgasheizung ablösen.

Andere Fernwärmenetze geplant

Neben dem Fernwärmenetz im Rontal plant ewl zudem mit Partnerunternehmen für das bestehende Fernwärmenetz nördlich von Luzern eine neue Zentrale. Die Anlage auf dem Gelände der Firma Swiss Steel AG auf dem Littauerboden soll die Abwärme des Stahlherstellers nutzen und ins bestehende Netz einspeisen. Das Fernwärmenetz Luzern Nord soll künftig unter anderem die Gemeinde Emmen, das Kantonsspital Luzern und das Einkaufszentrum Emmen Center mit Wärme versorgen. Ewl plant in den nächsten zehn Jahren 100 Millionen Franken in Fernwärmeprojekte zu investieren.