Testet Zug revolutionäres ÖV-Ticket?

In einem Pilotprojekt soll eine Chipkarte die Ticketautomaten ersetzen

Ein erster Bus ist in Zug mit dem neuen Bibo-System ausgerüstet worden. Bushaltestelle Gartenstadt in der Stadt Zug. Der Zuger Volkswirtschaftsdirektor Matthias Michel bei der ersten Testfahrt mit dem Bibo-Bus. Ein erster Bus ist in Zug mit dem neuen Bibo-System ausgerüstet worden. Dank dieser Chipkarte wird jede Fahrt genau aufgeführt und abgerechnet. Dank einer Chipkarte wird jede Fahrt genau aufgeführt und abgerechnet.

Der Kanton Zug hat weiterhin die Absicht, ein neues, revolutionäres ÖV-Ticket zu testen. Im Pilotprojekt Bibo (be in be out) erhält der Kunde eine Chipkarte, mit welcher er grenzenlos den öffentlichen Verkehr benutzen kann. Dabei muss man keine Tickets mehr lösen, der Kunde muss die Chipkarte auch nirgends vorweisen oder abstempeln. Dank der neuen Technologie erfasst der Chip sofort, wenn jemand mit einer solchen Karte in ein Verkehrsmittel ein- und auch wieder aussteigt. Anschliessend wird die Fahrzeit und Distanz ausgewiesen und jeweils Ende Monat mit der Kreditkarte verrechnet.

In einer ersten Phase wurde ein solches Chipsystem in einem Bus der Zuger Verkehrsbetriebe eingebaut und heute vorgestellt. Bis jedoch zwei Buslinien in Zug vollständig mit dieser neuen Technologie ausgerüstet sind, daure es mindestens noch zwei Jahre, so der Zuger Volkswirtschaftsdirektor Matthias Michel. Unklar sei auch noch, wie viel dieser Versuch kosten würde. Ginge man noch einen Schritt weiter und würde 130 Fahrzeuge (Bus & Bahn) im Kanton Zug mit der neuen Technologie ausrüsten, rechnet Michel mit Kosten von gegen 15 Millionen Franken.

Wie und wann das Pilotprojekt die nächste Hürde nimmt, ist momentan noch offen. Zuerst muss nun das Zuger Kantonsparlament über eine allfällige Mitfinanzierung debattieren.

 

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  1. Testet Zug ein revolutionäres ÖV-Ticket?. Audio: Sämi Deubelbeiss