Jeder dritte Lehrer nahe am Burnout

Lehrerverband will handeln

Jeder 3. Lehrer steht kurz vor einem Burnout.

Jeder dritte Lehrer in der Schweiz steht kurz vor einem Burnout. Das zeigt eine erstmals durchgeführte Nationalfondsstudie der Fachhochschule Nordwestschweiz, wie die „SonntagsZeitung“ schreibt. Befragt wurden 600 Lehrpersonen des 5. bis 9. Schuljahres. 

Zeitdruck, verhaltensauffällige Schülerinnen und Schüler und komplizierte Eltern: Laut der Studie, welche vom Bundesamt für Gesundheit mitfinanziert wird, sind alleine auf der Oberstufe über 10'000 Lehrpersonen nahe an einem Burnout. 20 Prozent gaben an, sie würden sich dauerhaft überfordert fühlen und sie könnten sich auch in den Ferien nicht mehr richtig erholen. Weitere 20 Prozent sagten, sie würden sich mindestens einmal pro Woche depressiv fühlen. All dies hat laut der Studie am Ende auch einen Einfluss auf die Kinder. Lehrer würden oft arbeiten gehen, obschon sie merken, dass sie am Limit laufen. 

Das Ergebnis habe Experten erschreckt. Der Lehrerverband fordert nun unter anderem, dass in einer Klasse maximal 22 Schülerinne und Schüler sind. Sollte es in einer Klasse Kinder mit besonderen Bedürfnissen (zu schwach/hochbegabt) geben, sollen diese Kinder doppelt gezählt werden, weil sie mehr Zeit in Anspruch nehmen. Zudem sollten die Lektionen auf maximal 26 pro Woche beschränkt werden, so der Lehrerverband.