Im Kanton Luzern fehlen immer noch 150 Asylplätze

Frist für Gemeinde wird nun verlängert

Ein Asylbewerber reinigt die Uufschütti.

Der Kanton Luzern sucht noch 150 Wohnplätze für Asylbewerber. Obwohl seit September in den Luzerner Gemeinden bereits 150 Plätze geschaffen wurden, fehlen nach wie vor Plätze. Die Kantonsregierung hat deshalb die entsprechende Frist für die Gemeinden verlängert.

Wegen den Flüchtlingswellen aus dem Nahen Osten, Sri Lanka oder auch Eritrea steigen die Zahlen von Asylsuchenden in der ganzen Schweiz stark an, so auch in der Zentralschweiz. Im September wurden deshalb 67 Luzerner Gemeinden aufgrund eines Verteilschlüssel dazu verpflichtet, eine bestimmte Anzahl Asylbewerbern aufzunehmen. Bis Ende Jahr fehlen jedoch noch immer 150 Plätze, um die beiden kantonalen Asylzentren "Sonnenhof" in Emmenbrücke und "Hirschpark" in Luzern zu entlasten. 

2015 werden nicht weniger Flüchtlinge erwartet

Für das kommende Jahr wird die Situation nicht einfacher. Die Luzerner Kantonsregierung rechnet damit, dass pro Monat 80 bis 100 neue Asylplätze geschaffen werden müssen. Das entspricht einem Zustrom, wie man seit der Kosovo-Krise nicht mehr erlebt hat. Die Kantonsregierung will Ende Jahr Bilanz ziehen. Allenfalls soll dann neu berechnet werden, welche Gemeinde wieviele Asylbewerber aufnehmen muss.

Audiofiles

  1. Im Kanton Luzern fehlen 150 Wohnplätze für Asylbewerber. Audio: Roman Gibel