Stadttunnel Zug: 50 Prozent höhere Motorfahrzeugsteuer gefordert

Ausserdem soll die Stadt Zug doppelt so viel zahlen

So könnte das Portal des Stadttunnels bei der Gotthardstrasse aussehen. Grafische Übersicht über das Projekt Stadttunnel und die Standorte der Tunnelportale So könnte in rund 20 Jahren der Postplatz in Zug aussehen.

Der geplante Stadttunnel in Zug soll zu einem wesentlichen Teil durch die Autofahrer und durch die Stadt Zug finanziert werden. Dies schlägt die Staatswirtschafts-Kommission zuhanden des Zuger Kantonsparlaments vor. Einerseits soll die Stadt Zug 120 Millionen bezahlen, also doppelt so viel wie ursprünglich vorgesehen.

Höhere Steuern für rund 18 Jahre

Zudem soll im Kanton Zug die Motorfahrzeug-Steuer um 50 Prozent erhöht werden, bis ein Betrag von 300 Millionen Franken zusammen ist. Bis die 300 Millionen Franken zusammen sind, dürfte es schätzungsweise 18 Jahre dauern. Insgesamt wird für den Stadttunnel Zug mit Kosten von 890 Millionen Franken gerechnet.

Stadt Zug reagiert äusserst überrascht

Die Baudirektion der Stadt Zug erfuhr von Radio Pilatus von den Anträgen der Kommission des Kantonsparlaments. Baudirektor André Wicki hat den Eindruck, es werde hier schon mal "aus der Hüfte geschossen". Die Stadt Zug habe die Kosten minutiös berechnet mit allen Strassen und Zufahrten. Dabei sei man auf einen Beitrag von 60 Millionen für die Stadt Zug gekommen. Dass es jetzt 120 Millionen sein soll, überrasche ihn doch sehr. Man müsse das nun an der nächsten Sitzung der Stadtregierung diskutieren.

"Hier wird aus der Hüfte geschossen"

Nun ist das Kantonsparlament an der Reihe

Die Finanzierungsvorschläge der Staatswirtschaftskommission kommen als nächstes ins Zuger Kantonsparlament. Das letzte Wort zum Stadttunnel hat dann das Stimmvolk des Kantons Zug.

Audiofiles

  1. Möglicherweise 50 Prozent höhere Motorfahrzeugsteuern im Kanton Zug wegen Stadttunnel.. Audio: Urs Schlatter