Zu wenig Geld für den Atomausstieg?

Laut einer Studie des Bundes fehlen rund 4,8 Milliarden Franken

Das Atomkraftwerk Gösgen

In der Schweiz fehlen rund 4,8 Milliarden Franken, um die Atomkraftwerke zurückzubauen und das Restmaterial zu entsorgen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie, die der Bund in Auftrag gegeben hatte. In den entsprechenden Stilllegungs- und Entsorgungsfonds habe es zu wenig Geld. Die Betreiber der Atomkraftwerke kritisierten die Studie. Es seien falsche Berechnungen.

Die Studie des Bundes kommt weiter zum Schluss, dass die Betreiber der Atomkraftwerke einen zu grossen Einfluss auf die AKW-Fonds haben. Die Eidgenössische Finanzkontrolle schlägt deshalb die Schaffung einer unabhängigen öffentlichen Einrichtung vor. Damit soll verhindert werden, dass der Bund fehlende Mittel bereitstellen muss, wenn AKW-Betreiber ihren finanziellen Verpflichtungen für die Fonds nicht nachkommen.

Die Studie und die Schlüsse der Finanzkontrolle dürften in den Eidgenössischen Räten zu reden geben. Der Nationalrat beginnt heute mit der rund fünftägigen Beratung der Energiestrategie. Es geht darum, wie die Schweiz ihre Energieversorgung in den nächsten Jahren umstellt.

Audiofiles

  1. Im Nationalrat beginnt heute die Beratung der Energiestrategie. Audio: Rolf Blaser