Zuger Stadttunnel nimmt wichtige Hürde

Kantonsparlament sagt grundsätzlich JA

Grafische Übersicht über das Projekt Stadttunnel und die Standorte der Tunnelportale So könnte in rund 20 Jahren der Postplatz in Zug aussehen. So könnte das Portal des Stadttunnels bei der Gotthardstrasse aussehen.

Das Grossprojekt Stadttunnel Zug hat eine wichtige Hürde genommen. Das Kantonsparlament sagte gestern grundsätzlich JA zum 890-Millionen-Projekt. Wer wieviel daran zahlen soll, wird in der Detailberatung am 11. Dezember entschieden. 

Ablehnung immer noch möglich

Je nach dem, was bei der Detailbesprechung im Dezember entschieden wird, halten sich einzelne Parlamentarier vor, das Projekt doch noch abzulehnen. Sicher ist damit noch nichts. Ausserdem ändert im neuen Jahr die personelle Zusammensetzung des Parlaments. Das Stadttunnel-Geschäft wird also von teilweise neuen Parlamentariern weiterbesprochen, was dem Vorhaben zusätzliche Risiken einbringt. Einig ist man sich zur Zeit jedoch darin, dass das letzte Wort in der Stadttunnel-Geschichte das Zuger Stimmvolk haben soll. Dieses stimmt voraussichtlich am 15. Juni über die Vorlage ab.

Streitpunkt wegen Finanzierung

Die grosse Frage beim Stadttunnel ist dabei jene der Finanzierung. Die Finanzen des Kantons sehen längst nicht mehr so rosig aus wie noch vor einigen Jahren. Das Zuger Kantonsparlament hat gestern das Budget für das kommende Jahr verabschiedet und zwar mit einem bilanzierten Minus von 130 Millionen Franken.

Audiofiles

  1. Zuger Stadttunnel nimmt wichtige Hürde. Audio: Roman Gibel