Fach "Religion und Ethik" bleibt erhalten

Rund 500 Schüler demonstrierten vor dem Luzerner Regierungsgebäude

Demo gegen die Sparpläne im Kanton Luzern: Schüler und Vertreter von Behindertenorganisationen vor dem Regierungsgebäude. Kaum ein Durchkommen für die Parlamentarier: Die Demo vor dem Luzerner Regierungsgebäude. 500 Schüler vor dem Luzerner Regierungsgebäude: Demonstration gegen die Sparpläne der Regierung.

Das Luzerner Kantonsparlament hat in seiner Dezember-Session die vor einem Monat begonnene Spardebatte fortgesetzt. Eine der meistdiskutierten Sparmassnahmen, die Streichung des Fachs "Religion und Ethik" an der Kantonsschule, wurde vom Parlament bei der Debatte zum Finanzplan bis 2018 nicht gestrichen. Der Kantonsrat ergänzte den Finanzplan mit grossem Mehr mit einer entsprechen Bemerkung, dass auf das Fach nicht verzichtet werden solle.

SP-Parlamentarierin Marlene Odermatt betonte die Wichtigkeit des Fachs: "Die Auseinandersetzung mit verschiedenen Religionen im Schulunterricht bringt unser multikulturelles Land enger zusammen." Mit der Streichung des Religionsunterrichts hätten jährlich rund 500‘000 Franken eingespart werden können. 

Pfeifkonzert, Transparente und laute Musik

In der Stadt demonstrierten am Morgen vor Sessionsbeginn rund 500 Schülerinnen und Schüler gegen die geplanten Sparmassnahmen. Vor dem Regierungsgebäude empfingen sie die Parlamentarier mit einem Pfeifkonzert, Transparenten und lauter Musik. Die Schüler wehrten sich unter anderem gegen den geplanten Abbau des Faches „Religionskunde und Ethik“ an den Kantonsschulen- erfolgreich, wie sich im Nachhinein zeigte.

Das Kantonsparlament behandelt das Budget 2015 sowie erneut das Entlastungspakete Leistungen und Strukturen II. Dieses sieht in der Version des Regierungsrates bis 2017 Einsparungen und Mehreinnahmen von 194 Millionen Franken vor. Die Debatte ist noch nicht abgeschlossen.

Audiofiles

  1. Budget 2015 im Luzerner Kantonsparlament. Audio: Urs Schlatter