Höhere Motorfahrzeugsteuer wegen Zuger Stadttunnel

Zuger Kantonsparlament will die Steuern heben, um den Stadttunnel zu finanzieren

So könnte das Portal des Stadttunnels bei der Gotthardstrasse aussehen. Grafische Übersicht über das Projekt Stadttunnel und die Standorte der Tunnelportale So könnte in rund 20 Jahren der Postplatz in Zug aussehen.

Das Zuger Kantonsparlament hat entschieden, wer wie viele Millionen an den geplanten Stadttunnel bezahlen soll. Das Jahrhundertprojekt ist damit aber noch nicht auf der sicheren Seite. Definitiv abgestimmt wird erst in zweiter Lesung Ende Februar 2015.

Stadt soll 100 Mio. Franken zahlen

Zurzeit sieht die Finanzierung des Zuger Stadttunnels folgendermassen aus: Die Stadt Zug, die mit dem Tunnel ein neues, verkehrsberuhigtes Zentrum erhält, soll 100 Millionen beisteuern. Weitere 300 Millionen sollen durch eine zeitlich befristete Erhöhung der Motorfahrzeugsteuer um einen Viertel des jetzigen Ansatzes erzielt werden. Die Zuger Autofahrerinnen und Autofahrer müssen diesen Zuschlag voraussichtlich 27 Jahre lang bezahlen.

Stadttunnel mit guten Chancen aber noch nicht gesichert

Definitiv gebaut wird der Stadttunnel mit den Entscheiden des Kantonsparlaments aber noch nicht.  Die zweite Lesung mit Schlussabstimmung findet Ende Februar statt. Die Alternativen  wollen sich noch nicht festlegen, ob sie Ja oder Nein sagen werden. Da die Bürgerlichen aber Ja sagen dürften, hat der Tunnel gute Chancen, die Schlussabstimmung zu überstehen.

Ausserdem konstituiert sich das Parlament über den Jahreswechsel neu. Ob die neu gewählten Parlamentarier am gleichen Strick ziehen wie ihre Vorgänger, wird sich zeigen.

Das letzte Wort liegt ohnehin beim Stimmvolk. Sollte sich das Parlament in der zweiten Lesung auf eine Vorlage einigen, stimmt das Zuger Volk im Juni 2015 über den Stadttunnel ab.

Audiofiles

  1. Stadttunnel dank höheren Motorfahrzeugsteuern. Audio: Roman Gibel