Bund will gegen Antibiotika Resistenzen vorgehen

Es sollen mehr Daten erhoben werden

Die Schweizer Bundesbehörden wollen den Einsatz von Antibiotika beim Mensch und Tier stärker überwachen.  Gesundheitsminister Alain Berset und Wirtschaftsminister Johann Schneider Amman haben heute ihre Strategie dazu präsentiert.  

Gefahr für die öffentliche Gesundheit steigt

Mit Hilfe ihrer Strategie wolle man verhindern, dass Antibiotika gegen immer mehr Erreger nicht mehr wirkt, sagten die beiden in Bern. Das Risiko, an einer Lungenentzündung oder an einem einfachen chirurgischen Eingriff zu sterben, steigt ständig. Ursache sind resistente Bakterien. Diese entstehen meistens durch einen nicht sachgemässen Einsatz von Antibiotika.

Nun sollen jetzt die Fachleute und auch die Bevölkerung auf den richtigen Umgang mit Antibiotika sensibilisiert werden. Gleichzeitig will man mehr Daten erheben. Zum Beispiel weiss man heute nicht, wie viele Menschen in der Schweiz an resistenten Erreger sterben.

Auch Nutztierhaltung betroffen

Auch bei der Nutztierhaltung sollen strengere Regeln gelten. Allein in der Schweiz werden in der Nutztierhaltung jährlich zwischen 50 und 60 Tonnen Antibiotika eingesetzt. Interessierte Kreise haben nun bis zum 15. März Zeit, zu den Vorschlägen Stellung zu nehmen.