Probleme bei der Verteilung der Jodtabletten

In Einzelfällen gingen Betroffene leer aus

Hier wurden die Jodtabletten verteilt.

Ende des vergangenen Jahres wurden in der Schweiz Jodtabletten verschickt – zum Schutz bei einem Atomunfall. Bei dieser Verteilung gab es offenbar Probleme. Dies bestätigt die Geschäftsstelle Kaliumiodid-Versorgung gegenüber Radio Pilatus. In Einzelfällen hätten die Bewohner in den betroffenen Gebieten keine Tabletten erhalten.

Verschiedene Fehlerquellen

Einerseits habe es vereinzelt Probleme mit den Gemeinden gegeben, welche die Adressen liefern mussten. Anderseits sei es aber auch möglich, dass es beim Verpacken und Adressieren der Jodtabletten Fehler gegeben habe, sagt Karin Jordi von der Geschäftsstelle Kaliumiodid-Versorgung.

Wer leer ausgegangen ist, kann sich melden

Die Tabletten wurden in einem Umkreis von 50 Kilometer um die Kernkraftwerke verteilt – unter anderem auch in den Kantonen Luzern und Zug. Wer noch keine Tabletten erhalten hat, kann sich bei der zuständigen Stelle im Internet melden.

In den kommenden Monaten werden nun noch Firmen oder Schulen beliefert. So müssten die Betroffenen im Falle einer Katastrophe nicht zuerst nach Hause gehen.