Kuoni verkauft Reisebüros

Konzentration auf globale Dienstleistung

Kuoni will nicht mehr selber Reisen organisieren.

Der Reisekonzern Kuoni will sich künftig auf seine Kerngeschäfte konzentrieren, in denen der Konzern heute schon eine weltweit führende Position habe. Das betrifft laut einer Mitteilung unter anderem Dienstleistungen für die globale Reiseindustrie. D.h. andere Reiseanbieter können bei Kuoni z.B. eine Hotelübernachtung buchen und diese dann den eigenen Kunden weiterverkaufen. Da Kuoni selber keine Reisen mehr für Privatkunden anbietet, sucht der Konzern einen Käufer für die Reisebüros mit 3'800 Mitarbeitenden in diversen Ländern. Die Sparte machte 2014 einen Umsatz von 2.2 Milliarden Franken. Das entspreche rund 40 Prozent des gesamten Konzernumsatzes. 

Zu den Kerngeschäften gehöre aber auch die Abwicklung von Visum-Anträgen. Kuoni betreibe 1400 Visa-Antragszentren in 117 Ländern für inzwischen 45 Regierungen. 

Für die Kunden ändere sich aber nichts, wie der Kommunikationschef von Kuoni Peter Brun gegenüber Radio Pilatus sagte.

Für die Kunden ändert sich nicht.

Man könne weiterhin ins Reisebüro gehen und seine Ferien buchen.

Ob die 3'800 Mitarbeitenden in den Reisebüros bei einem erfolgreichem Verkauf weiterhin dort arbeiten können, hänge vom Käufer ab, sagt Peter Brun weiter.

Zurzeit seien noch keine Interessenten in Sicht. Man sei sich aber sicher, dass man noch dieses Jahr einen Käufer finden werde.

Audiofiles

  1. Wie geht es nun weiter mit Kuoni?. Audio: Marco Zibung