Nationalbank hätte im Januar 100 Milliarden investieren müssen

Direktionsmitglied Fritz Zurbrügg verteidigt die Aufhebung des Euro-Mindestkurses

Das Gebäude der Schweizerischen Nationalbank in Zürich.

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  1. SNB mit Negativzinsen gegen den starken Franken. Audio: Lukas Keusch

Die Schweizerische Nationalbank hat ihren Entscheid für die Aufhebung des Euro-Mindestkurses erneut verteidigt. Um den Mindestkurs beizubehalten hätte man am Devisenmarkt mit immer höheren Beträgen eingreifen müssen, sagte Direktoriumsmitglied Fritz Zurbrügg in einem Interview mit dem "Blick". "In den Tagen vor dem Entscheid wurden die Interventionsbeträge immer grösser", sagte Zurbrügg. "Hochgerechnet auf einen Monat hätten wir allein im Januar für rund 100 Milliarden Franken intervenieren müssen." Milliardenbeträge seien täglich rausgegangen ohne Aussicht auf ein Ende.

Die Schweizerische Nationalbank hatte den Euro-Mindestkurs vor einer Woche überraschend aufgehoben. Die Schweizer Börse tauchte daraufhin am Donnerstag und Freitag um rund 15 Prozent.