Fusionspläne in der Zentralschweizer Psychiatrie-Landschaft

Die Kantonsregierungen Ob- und Nidwalden und Luzern stellten ihre Pläne vor

Die Psychiatrie Ob- und Nidwalden will enger mit jener von Luzern zusammenarbeiten Die Psychiatrie Ob- und Nidwalden will enger mit jener von Luzern zusammenarbeiten Die Psychiatrie Ob- und Nidwalden will enger mit jener von Luzern zusammenarbeiten

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  1. Fusion der Luzerner, Ob- und Nidwaldner Psychiatrien . Audio: Lukas Keusch

Die Kantone Ob- und Nidwalden suchen einen Weg, um die gemeinsame psychiatrische Versorgung sicherzustellen. Nun klären sie ab, ob in Zukunft die Luzerner Psychiatrie (lups) die Versorgung im Bereich Psychiatrie von Ob- und Nidwalden übernehmen kann.

Wegen den knappen finanziellen Mitteln der öffentlichen Hand und dem Prämiendruck würden die Spitäler und Kliniken vermehrt unter Kostendruck geraten, teilten die Kantone Luzern sowie Ob- und Nidwalden gemeinsam heute Morgen an einer Medienkonferenz mit. Auch der Fachkräftemangel mache ihnen zu schaffen. „Die Nachfrage nach psychiatrischer Betreuung steigt stetig, nur mit einer regionalen Lösung können wir diese bewältigen. Diese Herausforderung stoppt nicht an den Kantonsgrenzen“, referierte der Luzerner Gesundheitsdirektor Guido Graf.

In der Psychiatrie gibt es kein "Kantönli-Denken"

Einen möglichen Weg, die Versorgungssicherheit und die Qualität in der psychiatrischen Versorgung mit vertretbaren Kosten langfristig zu gewährleisten, sehen die drei Kantone in einer regionalen und grenzübergreifenden Verbundslösung. So soll die Psychiatrie Ob- und Nidwalden mit Standort in Sarnen ab 1. 1. 2017 von der Luzerner Psychiatrie geführt werden. Der Standort Sarnen soll auch künftig bestehen und ausgebaut werden und soll somit als Anbieter im Bereich der psychiatrischen Grundversorgung in seinem Einzugsgebiet gestärkt werden. Der Gesundheitsdirektor von Obwalden, Hans Wallimann, ist zuversichtlich: „Wir haben mit dem Kanton Luzern einen kompetenten und zuverlässigen Partner gefunden“.

Wie die konkrete Zusammenarbeit aussehen soll, wird bis Ende dieses Jahres abgeklärt.