Frist für Vaterschafts-Test verpasst

Mann aus dem Kanton Schwyz muss Kuckucks-Kind akzeptieren

Das Bundesgericht in Lausanne.

Wer mit einem Vaterschafts-Test zu lange wartet, muss auch Kuckucks-Kinder als seine eigenen akzeptieren. Zu diesem Schluss kommt das Bundesgericht. Ein Mann aus dem Kanton Schwyz kann deshalb die Vaterschaft zu einem Mädchen nicht mehr auflösen, obwohl sie gar nicht seine leibliche Tochter ist.

Tochter trotz Zeugungsunfähigkeit

Das Mädchen wurde 1999 geboren, zehn Jahre später anerkannte der Mann das Kind als seine eigene Tochter. Dann zeigte jedoch ein Test, dass er gar nicht zeugungsfähig war. Er klagte jedoch erst vier Jahre später. Das Bundesgericht kam nun zum Schluss, dass der Mann zu spät gegen die Vaterschaft klagte. Spätestens ein Jahr, nachdem der Irrtum bekannt wird, müsste man die Klage einreichen. Der Mann hatte also den Termin verpasst.

Das Bundesgericht kam zum Schluss, dass es auch sozial-psychologische Elternschaft gibt, auch wenn es sich nicht um den leiblichen Vater handelt.