Keine Hinweise auf K.-o.-Tropfen

Auch die Haaranalyse konnte keine Hinweise auf betäubende Substanzen liefern

Jolanda Spiess-Hegglin Markus Hürlimann, SVP.

Haaruntersuchungen in der Zuger Sexgeschichte haben keine Spuren von K.o.-Tropfen ergeben. Dies nachdem bereits im Urin und Blut der Zuger Lokalpolitikerin Jolanda Spiess keine entsprechenden Stoffe nachgewiesen werden konnten.

Marcel Schlatter, Mediensprecher der Zuger Strafverfolgungsbehörden, sprach von einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit, dass keine K.o.- Tropfen im Spiel waren. Die Strafuntersuchungen gehen dennoch weiter. Zu klären ist laut Marcel Schlatter die Frage, ob es zu einem Sexualdelikt gekommen ist.

"Das war nicht anders zu erwarten."

Jolanda Spiess selbst war vom Resultat keineswegs überrascht. Aufgrund von Eigengesprächen mit Rechtsmedizinern oder forensischen Toxikologen sei ihr von Anfang an klar gewesen, dass die Chancen auf einen Nachweis klein sein würden, heisst es in einer Mitteilung.

Nach der Zuger Landammanfeier im Dezember des vergangenen Jahres soll es zum Geschlechtsverkehr zwischen dem SVP Politiker Markus Hürlimann und der Grünen Politikerin Jolanda Spiess gekommen sein. Letztere behauptete anschliessend, sich an nichts mehr erinnern zu können. 

"Hürlimann ist erheblich entlastet"

Auch der Anwalt von Markus Hürlimann hat auf die jüngsten Resultate reagiert.  Die negativen Ergebnisse der Haarproben würden Markus Hürlimann erheblich entlasten, heisst es. Damit stehe fest, dass Jolanda Spiess weder von Markus Hürlimann noch von einer Drittperson in irgendeiner Weise betäubt worden sei. Hürlimann will am Mittwochmorgen vor den Medien Stellung nehmen.

 

Audiofiles

  1. Die Zuger Sexgeschichte ist um ein Kapitel reicher. Audio: Marco Zibung