Immer mehr Betrug im Internet

Über 10'200 Meldungen sind 2014 beim Bund eingegangen

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  1. Sexuelle Erpressung im Internet nimmt zu. Audio: Radio Pilatus

In der Schweiz werden immer mehr Fälle von Internet-Kriminalität  gemeldet. Über 10‘200 Meldungen seien im vergangenen Jahr eingegangen, teilte die zuständige Meldestelle des Bundes mit. Das sei ein Rekord. 11 Prozent mehr als im Vorjahr.

Besonders häufig seien Betrugsversuche mit gefälschten E-Mail-Adressen oder Webseiten. Besonders im Visier haben die Kriminellen den E-Mail-Verkehr oder den Austausch von Dateien, die sie für unlautere Zwecke missbrauchen. Ein Beispiel hierfür sind gefälschte Anzeigen auf Kleinanzeige-, Auktions- und Wohnungsplattformen. Ziel der Betrüger ist es, aufgrund des tiefen Preises die Kaufinteressenten zu einer Vorschusszahlung zu bewegen, ohne dann aber die in Aussicht gestellte Ware zu liefern. Ebenso wird versucht, mittels gestohlenen E-Mail-Zugangsdaten Informationen über Zahlungsmodalitäten und ausstehende Zahlungen ausfindig zu machen.

Die eingegangenen Meldungen seien leider nur die Spitze des Eisberges. Der Grossteil der illegalen Vorgänge im Internet bleibe der breiten Öffentlichkeit verborgen, schreibt die Meldestelle des Bundes. Wer Opfer eines Betrugsversuchs im Internet wird oder etwa Hackerangriffe oder Kinderpornografieangebote bemerkt, kann sich online an die Koordinationsstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (KOBIK) wenden.