Germanwings: Ermittler finden die zweite Blackbox

Welche Daten liefert der Flugdatenschreiber?

Die Absturzstelle in den französischen Alpen. Die Absturzstelle in den französischen Alpen. Die Absturzstelle in den französischen Alpen.

Zehn Tage nach dem Germanwings-Absturz in den französischen Alpen mit 150 Toten ist die zweite Blackbox des Airbus A320 gefunden worden. Das teilte der Staatsanwalt von Marseille mit. Nach dem Flugdatenschreiber mit den technischen Daten war an der Absturzstelle lange gesucht worden. 

Stimmenrekorder kurz nach Absturz gefunden

Am Dienstag vergangene Woche wurde bereits kurz nach dem Absturz der Stimmrekorder gefunden. Der Flugdatenschreiber wurde jedoch bis jetzt vergebens gesucht. Mit dem Stimmrekorder konnten die Ermittler den mutmasslichen Ablauf des Unglücks teilweise rekonstruieren. Demnach hatte der deutsche Copilot, der früher wegen schwerer psychischer Probleme mit Suizidgefahr in Behandlung war, die Maschine absichtlich gegen eine Felswand in den Alpen gesteuert. Die Ermittler erhoffen sich mit den Aufzeichnungen der nun gefundenen zweiten Blackbox weitere offene Fragen zum Absturz zu klären.

Copilot hat sich vor Absturz über Suizid informiert

Der Copilot hatte sich vor dem Absturz der Germanwings-Maschine in Frankreich im Internet über Arten von Suizid und über Cockpittüren und deren Sicherheitsmechanismen informiert. Bis einen Tag vor dem Absturz habe er in Internetsuchmaschinen entsprechende Begriffe eingegeben, teilte die Staatsanwaltschaft Düsseldorf weiter mit. Die Ermittler hätten in der Wohnung des 27-Jährigen ein Tablet gefunden und die Daten darauf ausgewertet. Der Copilot wird verdächtigt, seinen Kollegen aus dem Cockpit ausgesperrt und die Maschine mit Absicht in die Katastrophe gesteuert zu haben. Nach Erkenntnissen der Ermittler war er vor Jahren suizidgefährdet.

Audiofiles

  1. Zweite Blackbox des Germanwings-Flugzeugs gefunden. Audio: Lukas Keusch