Kanton Schwyz will Kirschessigfliege besser bekämpfen

Chemie wird nur bei Befall eingesetzt

Äpfel am Baum Kirschessigfliege

Das Schweizer Obst soll besser vor der Kirschessigfliege geschützt werden. Im vergangenen Jahr war in der Zentralschweiz vor allem der Kanton Schwyz von Schäden durch die Fliege betroffen. In diesem Jahr soll die Kirschessigfliege im Kanton Schwyz deutlich weniger Schaden anrichten, heisst es in einer Mitteilung. 

Die landesweite Bekämpfungsstrategie sieht dabei drei Schritte vor. Überwachung, Vorbeugung und Bekämpfung. Im Rahmen der Überwachung sollen Fallen aufgestellt werden, welche wöchentlich kontrolliert werden. Um dem Befall vorzubeugen, soll das Obst bereits geerntet werden, wenn es knapp reif ist. Beschädigte und überreife Früchte müssen dabei aus den Kulturen entfernt und entsorgt werden. Allerdings darf das Material nicht kompostiert werden. Es muss ins Gülleloch oder die Kehrrichtverbrennungsanlage. 

Chemieeinsatz erst bei Befall

Bekämpft wird die Kirschessigfliege erst dann aktiv, wenn das Obst nachweislich befallen ist. Erst dann dürfen auch chemische Stoffe eingesetzt werden. Als alternative Massnahme gilt der Massenfang des Insekts. Diese Massnahme ist jedoch nur vor dem Farbumschlag des Obstes und vor allem bei Beeren effektiv. Bei reifen Früchten sind die Köderfallen schlicht zu wenig attraktiv für die Kirschessigfliege.