Blatter dürfte trotz Turbulenzen gewählt werden

Auch ohne Stimmen der Uefa sollte es dem Walliser reichen

Der FIFA-Präsident Sepp Blatter dürfte trotz der Turbulenzen der vergangenen Tage vom FIFA-Kongress im Amt bestätigt werden. Dies glaubt der Luzerner Journalist Bruno Affentranger. Er ist Autor des Buches "Sepp - der König der Fussballwelt" und hat Blatter ein paar Mal persönlich getroffen: "Ich glaube, der Präsident bewies in der Vergangenheit, dass er nie selber mit Geld dealte. Ich und auch meine Kollegen konnten Blatter noch nie nachweisen, dass er Geld genommen hat für irgendwelche Gegenleistungen. Seine Gegner jedoch sind  nachweislich korrupt. Sepp Blatter aber handelt mit Wissen."

Ein Konzernchef müsste schon lange gehen

Auch für Affentranger ist klar, dass in einem Konzern ein Chef schon lange seinen Sessel räumen müsste, wenn es so laufen würde wie aktuell bei der FIFA. Aber Blatter habe ein so grosses Wissen, dass er auch der einzige sei, der überhaupt Ordnung in den Weltfussballverband bringen könne. "Blatter ist vermutlich der einzige, der von oben die korrupten Mitglieder rauswerfen kann", erklärte Affentranger im Interview mit Radio Pilatus. Seine Kritiker sähen das verständlicherweise komplett anders. Die Frage sei am Schluss auch, welches die Alternative zu Blatter wäre.

Audiofiles

  1. Blatter-Biograf sieht gute Chancen für eine Wiederwahl des FIFA-Präsidenten. Audio: Urs Schlatter, Radio Pilatus AG