Luzern: Mehr Leute gehören zum Mittelstand

Sieben Prozent leben im Kanton Luzern unter der Armutsgrenze

Hilfsbedürftige werden künftig genauer unter die Lupe genommen.

Rund 60 Prozent aller Erwerbshaushalte im Kanton Luzern haben 2011 dem Mittelstand angehört. Vor 30 Jahren war es noch knapp die Hälfte der Luzerner Bevölkerung, wie Statistik Luzern Lustat mitteilt. Das durchschnittliche Einkommen vor den Abzügen liegt bei 89'000 Franken.

71 Prozent des Einkommens erzielten die Luzerner Haushalte über Erwerbsarbeit, heisst es in der Lustat-Studie "Wohlstand und Armut im Kanton Luzern". Je rund 10 Prozent stammten aus Vermögen sowie aus Sozialversicherungsleistungen, zwei Prozent aus bedarfsabhängigen Sozialleistungen.

2011 lebten im Kanton Luzern sieben Prozent der Bevölkerung in Haushalten, deren Einkommen aus Erwerbsarbeit, Vermögenserträgen und Sozialversicherungsleistungen unterhalb der von der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (SKOS) definierten Armutsgrenze lag. Dies ist leicht unter dem Schweizer Durchschnitt.

Definitionen:

Mittelstand: Der Mittelstand ist, unabhängig der Anzahl Haushaltsmitglieder, jener Anteil der Haushalte, die zwischen 70 und 150 Prozent des Durchschnitts verdienen (Median).

Armutsgrenze: Richtet sich nach den Richtlinien der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (SKOS). Alle Einzelpersonen, die in der Schweiz leben und nach Abzügen weniger als 977 Franken pro Monat zur Verfügung haben. 

Audiofiles

  1. Immer mehr Leute gehören in Luzern zum Mittelstand. Audio: Lukas Keusch