Krankenkassen sollen Komatrinker weiterhin helfen

Der Bundesrat stellt sich gegen eine Vorlage aus dem Parlament, die das ändern will

Behandlungen wegen übermässigem Alkoholkonsum sollen weiterhin durch die Krankenkassen getragen werden

Komatrinker sollen ihre Spitalkosten nicht selber bezahlen müssen.  Wenn jemand wegen einer Alkoholvergiftung notfallmässig ins Spital muss, soll die Krankenkasse die Behandlungskosten weiterhin übernehmen. Der Bundesrat hat eine Vorlage aus dem Parlament abgelehnt, die dies ändern will. Eigenes Verschulden sei heute kein Kriterium dafür, ob die obligatorische Krankenpflegeversicherung die Kosten übernehme oder nicht, teilt der Bundesrat mit.  Eie Ausnahme bei übermässigem Alkoholkonsum käme einem Systemwechsel gleich und wäre mit dem Verfassungsgrundsatz der Rechtsgleichheit schwer vereinbar.

Im Jahr 2012 waren ingesamt rund 12'000 Personen wegen übermässigem Alkoholkonsum im Spital behandelt worden. 90 Prozent der Patienten waren über 23 Jahre alt.

Audiofiles

  1. Bundesrat gegen die Vorlage des Parlaments. Audio: Radio Pilatus