NFA: Luzern muss auf 80 Millionen verzichten

Zug bleibt auch 2016 der grösste Geberkanton

Zug bleibt auch 2016 der grösste Geberkanton.

In der Zentralschweiz sollen die reicheren Kantone im nächsten Jahr erneut mehr Geld in den nationalen Finanzausgleich NFA einzahlen. Gleichzeitig erhalten die ärmeren Zentralschweizer Kantone weniger Geld. Dies ergaben die neustens Berechnungen des Bundes.

Zug bleibt der grösste Geberkanton

Der grösste Geberkanton in der Zentralschweiz bleibt Zug. 326 Millionen Franken muss Zug einzahlen. Das sind 10 Millionen mehr als dieses Jahr. Aber auch Schwyz und Nidwalden müssen mehr bezahlen. Der von hohen Defiziten geplagte Kanton Schwyz muss rund 14 Millionen oder 9 Prozent mehr abliefern als im laufenden Jahr, nämlich total 176 Millionen Franken. Der Beitrag von Nidwalden steigt ebenfalls  vergleichsweise frappant von 21 auf 31 Millionen Franken.

Luzern erhält 80 Millionen weniger

Bei den Nehmerkantonen trifft es Luzern sehr stark. 80 Millionen Franken weniger bekommt Luzern - soviel wie kein anderer Kanton landesweit. Der Zustupf in Luzern sinkt von 332 auf 253 Millionen Franken. Der Grund liege hauptsächlich darin, dass der Kanton Luzern dank seiner Steuerstrategie die Hausaufgaben gemacht und dadurch an Ressourcenkraft gewonnen habe, heisst es in einer Mitteilung der Luzerner Staatskanzlei. Rund die Hälfte der Ausfälle könne über Mehrerträge bei den natürlichen und juristischen Personen sowie bei den Anteilen an der direkten Bundessteuer kompensiert werden. Der Spardruck für den Kanton steige trotzdem weiter deutlich, schreibt die Staatskanzlei weiter. Der Kanton Uri muss einen Ausfall von fünf (neu 81) Millionen Franken hinnehmen. In Obwalden gehen die Mittel aus dem NFA von 30 auf 22 Millionen zurück.

Immer wieder Diskussionen

Der Nationale Finanzausgleich NFA gibt immer wieder zu diskutieren. Die Geberkantone sind mit dem heutigen System nicht mehr zufrieden. Erst gerade in der Sommersession hatten National- und Ständerat beschlossen, die Beiträge der Geberkantone insgesamt zu reduzieren.