Luzerner Staatsanwaltschaft: 100-facher Serientäter angeklagt

Immer das gleiche Vorgehen: Frauenkleider zerschnitten und Schmuck gestohlen

Beschuldigter wurde im März 2014 verhaftet, sass ein halbes Jahr in Untersuchungshaft und befindet sich bis zum Prozess wieder auf freiem Fuss. (Symbolbild)

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  1. 100-FACHER SERIENTÄTER ANGEKLAGT. Audio: Tommy Durrer

Ein 44-jähriger Schweizer wird von der Staatsanwaltschaft Luzern beschuldigt gegen 100 Einschleich- und Einbruchsdiebstähle verübt zu haben. Dabei hatte es der Beschuldigte unter anderem auf Frauenunterwäsche abgesehen, welche er am Tatort zerrissen oder zerschnitten hat. In zwei Fällen wurde er gegenüber den Opfern gewalttätig. Die Staatsanwaltschaft Luzern hat gegen ihn Anklage beim Kriminalgericht erhoben.

Im Zentrum des beschuldigten 100-fachen Serientäters standen dabei intime Gegenstände von Frauen, wie Damenunterwäsche, Schuhe oder Schmuck zu entwenden oder am Tatort selber zu beschädigen. In einzelnen Fällen konnte die Polizei an den Tatorten auch die DNA des Beschuldigten sichern. Bei den Opfern handelte es sich um junge und sportliche Frauen zwischen 20 und 40 Jahren. Mehrere Frauen wurden zum Teil stark traumatisiert und musste professionell betreut werden.

Festnahme: Durch Nachbarin gefilmt

Ende März 2014 konnte der Beschuldigte an seinen Wohnort festgenommen werden. Dies, nachdem er in eine Nachbarswohnung eingedrungen ist und dort von einer Überwachungskamera gefilmt wurde. Er hat ein Kontaktverbot zu den Geschädigten und darf sich in bestimmten Gebieten nicht aufhalten. "Im Moment der Tat ist man auf 180, wie in Trance. (...) Es ist wie ein Kick." - gab der Beschuldigte unter anderem als Motiv zu Protokoll.

Anklage: Diebstahl, Sachbeschädigung, Nötigung

Der Beschuldigte wurde beim Kriminalgericht u.a. wegen gewerbsmässigem Diebstahl, mehrfacher Sachbeschädigung, mehrfachem Hausfriedensbruch, mehrfacher Nötigung und mehrfacher Drohung angeklagt.  Es gilt die Unschuldsvermutung.