Vor 80 Jahren starb in Küssnacht eine Königin

Die belgische Königin Astrid erlag nach einem Autounfall ihren Verletzungen

Am 29. August 1935 war ein kleiner Autokonvoi von Luzern her in Richtung Küssnacht am Rigi unterwegs. Darunter ein Cabrio der Marke Packard in welchem der belgische König Leopold III. und seine Frau, Königin Astrid sassen. Kurz vor Küssnacht verlor König Leopold, welcher das Auto fuhr, die Kontrolle und prallte in einen Baum. Es ist die grösste Tragödie in der Geschichte des Belgischen Königshauses.

Königin Astrid wurde beim Unfall aus dem Auto geschleudert und prallte mit dem Kopf gegen den Baum. Ihr Mann, König Leopold, blieb unverletzt und kümmerte sich sogleich um seine Frau. Diese verstarb jedoch noch auf der Unfallstelle in seinen Armen.

Kapelle für die verstorbene Königin

Nur gerade zehn Monate nach dem Unglück wurde an der Unfallstelle bei Küssnacht am Rigi eine Kapelle eingeweiht - die Astrid Kapelle. Bis heute steht sie als Erinnerung an die Tragödie gleich neben der Strasse. Jedes Jahr am 29. August findet in der Kapelle eine Zeremonie statt, bei welcher an den Unfall und den tragischen Tod Astrids erinnert wird.

Das Unfallauto ist noch heute in der Zentralschweiz. Nach dem Unfall hatte König Leopold III. gewünscht, dass das Auto am tiefsten Punkt im Vierwaldstättersee versenkt wird. Deshalb liegt das Wrack noch heute in rund 200 Metern tiefe auf dem Grund des Vierwaldstättersees.

Zum diesjährigen 80. Todestag von Königin Astrid wird auch ihr Enkel, König Philippe an der Zermonie in Küssnacht teilnehmen. 

Audiofiles

  1. Vor 80 Jahren starb in Küssnacht eine Königin. Audio: Yanik Probst