Handerwerkerschwund im Kanton Luzern

Immer weniger Lehrlinge in handwerklichen Berufen

Im Kanton Luzern entscheiden sich immer weniger Jugendliche für eine Lehre in einem handwerklichen Beruf. Zwar haben noch nie so viele junge Männer und Frauen eine Lehre gestartet wie in diesem Sommer, die meisten davon aber im kaufmännischen Bereich.

Überangebot an Lehrstellen

Rund 5000 junge Männer und Frauen haben diesen Sommer im Kanton Luzern eine Lehre begonnen. Die meisten davon entschieden sich für eine Lehre im kaufmännischen Bereich, in der Pflege oder im Verkauf. Es bestehe sogar ein Überangebot an Lehrstellen, wie die Dienstelle Berufs- und Weiterbildung des Kantons Luzern gestern mitteilte. 533 Lehrstellen konnten nicht besetzt werden, 36 mehr als im Vorjahr. 

Handwerkliche Betriebe buhlen um Lehrlinge

Besonders für handwerkliche Betriebe ist es aktuell schwierig, genügend Lehrlinge zu finden. Laut Christoph Spöring, dem Leiter der Dienstelle Berufs- und Weiterbildung des Kantons Luzern, liegt dies unter anderem am Image der Branche. So werde das Ansehen einer Bürolehre höher eingestuft als jenes einer Lehre im Baugewerbe. Der Zentralschweizer Plattenleger Verband und der schweizerische Gebäudetechnikverband haben dies auf Anfrage von Radio Pilatus bestätigt. Um an genügend Lehrlinge zu kommen müssten die Unternehmen viel mehr Aufwand betreiben als früher. An Branchen-Veranstaltungen und Messen werde daher verstärkt um Lehrlinge geworben. 

Audiofiles

  1. Beitrag zum Handwerkerschwund im Kanton Luzern. Audio: Caspar van de Ven