Luzern: Längere Ferien als Sparmassnahme

Regierung will an der Kanti und den Berufsschulen vier Millionen sparen

Die Berufsschule Landenberg in der Stadt Luzern.

Die Luzerner Regierung holt eine alte Sparidee aus der Schublade. Die Kanti- und Berufsschüler sollen im kommenden Jahr eine zusätzliche Woche Ferien erhalten. Der Kanton will so 4 Millionen Franken an Lehrerlöhnen einsparen. Mit der gleichen Idee war die Regierung bereits vor zwei Jahren im Parlament gescheitert.

Wie die „Neue Luzerner Zeitung“ berichtet, habe der Kanton die betroffenen Lehrerverbände bereits über die geplanten Sparmassnahmen informiert. Und die Verbände künden bereits jetzt Widerstand an.

Parteien bezeichnen Idee teils als Schildbürgerstreich

Auch die Parteien im Kantonsparlament finden den Vorschlag der Regierung schlecht. Gegenüber der NLZ bezeichnet die CVP die Idee als Schildbürgerstreich. Die Massnahme werde auch nicht besser, wenn man sie zweimal bringe. Die SP bezeichnet die Pläne als strategielos und die Grünen sagen, es sei unhaltbar, dass die Regierung innerhalb von zwei Jahren den gleichen Vorschlag zum zweiten Mal bringe.

Vor zwei Jahren hatten wegen den damals geplanten Zwangsferien Hunderte von Schülern und Lehrern vor dem Luzerner Regierungsgebäude gegen die Sparidee demonstriert.