Die Zahl der Verkehrstoten ist leicht rückläufig

Aber leider nicht bei den Velofahrern

Mehr Sicherheit im Verkehr - aber nicht für Velo und E-Bike

Die Zahl der Verkehrsunfälle in der Schweiz nimmt Jahr für Jahr ab. Trotz weniger Unfälle bleibt jedoch die Opferzahl bei den Velofahrerinnen und Velofahrern gleich.

2014 lag die Zahl der Verkehrstoten bei 243. Das entspricht gegenüber 2013 einem Rückgang um 26 Personen. Diese positive Entwicklung betrifft jedoch nur die Autofahrer. Bei den Motorradfahrern, Fussgängernund Velofahrern ist die Anzahl der Opfer leider gleichbleibend. Gemäss Beratungsstelle für Unfallverhütung bfu ist dies besonders Besorgnis erregend, da es sich um die verletzlichsten Verkehrsteilnehmer handelt.

Gerade bei den Velofahrer stagniert die Zahl der schweren Unfälle seit rund zehn Jahren. Diese Tatsache schätzt das bfu als dramatisch ein. Laut Daniel Menna, Mediensprecher der bfu, liegt dies daran, dass innerorts von den Autofahrer nach wie vor hohe Geschwindigkeiten gefahren würden und die teils fehlende Infrastruktur wie Velowege das Unfallrisiko erhöhen.

E-Bikes werden immer gefährlicher

Mit 145 Verletzten und fünf Toten hat die Zahl der Opfer bei E-Bike-Unfällen einen neuen Höchststand erreicht. Dieses Fortbewegungsmittel werde immer beliebter und verbreiteter. Und wie Daniel Menna sagt, seien sich die Fahrer solcher Velos teilweise über die Unfallgefahren wie längerer Bremsweg zu wenig im Klaren.

Mensch ist Unfallursache Nummer eins

Ursache Nummer eins für Strassenverkehrsunfälle bleibt auch 2014 der Mensch selbst. Verhaltensfehler wie Missachtung des Vortritts, Unaufmerksamkeit und zu schnelles Fahren sind für einen Grossteil der Unfälle verantwortlich.

Unfälle auf Schweizer Strassen verursachen über 4 Milliarden Franken Kosten pro Jahr - etwa für medizinische Behandlung, Sachschäden und wegen Arbeitsausfall. Zusätzlich kommen noch etwa sechs Milliarden Franken zur Behandlung von Schmerz und Schock dazu.

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  1. Beitrag: Mehr Sicherheit im Verkehr. Audio: Matthias Strasser