Kanton Schwyz möchte Flat-Rate-Tax einführen

Regierung mit zwei Versionen für eine Steuergesetzrevision

Der Kanton Schwyz braucht Geld. Daher plant die Regierung eine Steuererhöhung und hat dafür zwei Varianten ausgearbeitet. Die eine Variante sieht vor, dass Leute mit einem hohen Einkommen künftig mehr Steuern bezahlen. Die Schwyzer Kantonsregierung favorisiert jedoch die Einführung einer Flat-Rate-Tax.

Bei der Flat-Rate-Tax bleibt der Steuertarif über alle Einkommen gleich. Dies vereinfache das System und führe zu nachhaltigeren Einnahmen, teilte die Regierung mit. Das Herz des Regierungsrates schlägt für Flat Rate.

Mittlerle Einkommen werden stärker belastet

Der Einheitstarif, der für alle Einkommen im Kanton, in den Gemeinden und Bezirken gelten soll, wird bei 5,5 Prozent angesetzt, wobei tiefere Einkommen durch höhere Sozialabzüge entlastet werden. Einziger Nachteil der Flat-Rate-Tax ist gemäss Regierung, dass auch mittlere Einkommen stärker belastet würden. Trotzdem sei die proportionale Einkommensbesteuerung das System der Zukunft.

Die zweite Variante sieht unter anderem eine Erhöhung der Steuern auf grösseren Vermögen vor. Ab 500'000 Franken soll der kantonale Steuersatz auf 1,2 Promille verdoppelt werden.

Beide Varianten sollen den Kanton Schwyz jährlich Mehreinnahmen von bis zu 170 Millionen Franken einbringen. In der Zentralschweiz kennen bereits Obwalden und Uri die Flat-Rate-Tax.

Audiofiles

  1. KANTON SCHWYZ MÖCHTE FLATE-RATE-TAX EINFÜHREN. Audio: Sämi Deubelbeiss