SwissPass und Billag-Mehrwertsteuer werden angepackt

Allianz der Konsumentenschutz-Organisationen zieht Jahresbilanz

Die Konsumentenschutz-Organisationen wollen die von ihr geforderten Verbesserungen beim SwissPass durchsetzen. Es sei nicht nachvollziehbar, warum der Verband öffentlicher Verkehr und die SBB ein solch unausgereiftes Projekt lanciert hätten, hiess es in der Jahresbilanz des Konsumentenschutzes

Die neue Karte sorge bei weiten Teilen der Nutzer für Ärger, krisisieren die Konsumentenschützer. Der SwissPass verlängere sich automatisch, Fragen zum Datenschutz seien offen und die Anwendung des Passes sei tückisch und zeitraubend. Mit der Einführung des SwissPass im vergangenen August sei ausserdem das mehrjährige Halbtax-Abo abgeschafft worden. Durch den Wegfall des dazugehörigen Rabatts verteuere sich das Halbtax-Abo um 15-20 Prozent.

Auf dem neuen SwissPass werden das Generalabo, das Halbtaxabo oder auch Abos anderer Anbieter gespeichert. Die Konsumentenschützer wollen jetzt erreichen, dass zumindest die automatische Vertragsverlängerung rückgängig gemacht wird.

Billag Mehrwertsteuer soll vor Bundesgericht

Ebenfalls will der Konsumentenschutz gerichtlich aktiv werden, um die zu Unrecht erhobene Mehrwertsteuer auf die Billag zurück zu fordern. Trotz Bundesgerichtsentscheid aus dem Frühjahr wird die zu viel bezahlte Mehrwertsteuer nicht zurückbezahlt. Der Konsumentenschutz will deshalb in einem Musterfall vor Bundesverwaltungsgericht gehen, hiess es an der Medienkonferenz zur Jahresbilanz.