DNA-Zusatzinfos sollen mehr Täter überführen

Der Luzerner FDP-Nationalrat Albert Vitali fordert eine Gsetzesänderung

Die Polizei untersucht den Tatort im Gebiet Dammweg - Schwanderhoferstrasse in Emmen. Die Polizei untersucht den Tatort im Gebiet Dammweg - Schwanderhoferstrasse in Emmen. Die Polizei untersucht den Tatort im Gebiet Dammweg - Schwanderhoferstrasse in Emmen.

In der Schweiz sollen aus DNA-Analysen künftig mehr Daten für die Suche von Mördern und Vergewaltigern verwendet werden dürfen. Dies fordert der Luzerner Nationalrat Albert Vitali mittels einem Vorstoss. Dank einer Gesetzesänderung sollen so künftig zum Beispiel auch die Augen-, Haar- oder Hautfarbe aus der DNA eruiert werden können. Gerade bei einem Massen-DNA-Test wie in Emmen im vergangenen Oktober würde diese Gesetzesänderung helfen, sagte FDP-Nationalrat Albert Vitali gegenüber Radio Pilatus. Im Fall Emmen, bei dem im vergangenen Sommer eine Frau vergewaltigt worden war und seither querschnittgelähmt ist, läuft der Täter noch immer frei herum.

Institut für Rechtsmedizin in Zürich stützt die Aussage von Albert Vitali
Auf Anfrage von Radio Pilatus sagte Cordula Haas, Wissenschaftliche Mitarbeiterin vom Institut für Rechtsmedizin in Zürich, dass diese Gesetzesänderung, welche Albert Vitali fordert, in Holland bereits angewendet werde. Dank den DNA-Zusatzinformationen könne man Augen- und Haarfarbe sehr gut bestimmen sowie auch, von welchem Kontinent eine Person stamme, so weiter Haas. Alter, Körpergrösse oder Gesichtsform könne man mit dieser Methode aktuell jedoch noch nicht eruieren. Gemäss Cordula Haas vom Institut für Rechtsmedizin in Zürich sei in Zukunft aber einmal das Ziel, ein genetisches Phantombild aus einer DNA-Spur erstellen zu können. Laut Gesetz darf die Polizei in der Schweiz diese DNA-Zusatzinfos aus Datenschutzgründen nicht verwenden.

Audiofiles

  1. Was die DNA-Analyse in Strafverfahren nützt. Audio: Sämi Deubelbeiss