Strafverfaren gegen Vorstandsmitglied des Islamischen Zentralrats

Dem 22-Jährigen wird Propaganda nach einer Syrienreise vorgeworfen.

Gegen das 22-jährige Vorstandsmitglied (links) wurde ein Strafverfahren eröffnet.

Die Bundesanwaltschaft hat ein Strafverfahren gegen ein Vorstandsmitglied des Islamischen Zentralrates der Schweiz eröffnet. Dem 22-jährigen Mann wird vorgeworfen, seine Reise in umkämpfte Gebiete in Syrien in einem Video als Propaganda dargestellt zu haben. Der Mann habe sich dabei nicht explizit von den Al-Kaida-Aktivitäten in Syrien distanziert, teilte die Bundesanwaltschaft mit. Insbesondere werde ihm vorgeworfen, ein  Führungsmitglied der dschihadistischen Dachorganisation Dschaisch al-Fatah interviewt zu haben. Zu dieser gehört laut Bundesanwaltschaft auch der syrische Al-Kaida-Ableger Al-Nusra-Front. Beim Beschuldigten handelt es sich um einen deutschen Staatsangehörigen. Das Strafverfahren gegen das Vorstandsmitglied des Islamischen Zentralrates wurde bereits vor zehn Tagen eröffnet, heisst es in der Mitteilung weiter.

Zurzeit sind bei der Bundesanwaltschaft 46 Strafverfahren hängig im Bereich des dschihadistisch motivierten Terrorismus. Es handle sich dabei primär um den Verdacht der propagandistischen Unterstützung terroristischer Organisationen.