Deutlich mehr Waffenkäufe in der Schweiz

Angst vor Terror lässt Schweizer Waffen kaufen

Armeewaffe mit Munition. (Symbolbild)

Immer mehr Schweizer kaufen sich eine Waffe. Wie die Sendung 10vor10 des Schweizer Fernsehens berichtet, wurden in den zwölf befragten Kantonen im Durchschnitt 20 Prozent mehr Waffen wie Pistolen oder Gewehre eingelöst als noch im Jahr zuvor. Ein Grund dafür sei die gestiegene Angst vor Terror. In der Zentralschweiz wurde bei der Umfrage lediglich der Kanton Nidwalden berücksichtigt, wo ebenfalls mehr Waffen gekauft wurden. Die grösste Zunahme verbuchte der Kanton Waadt mit 73 Prozent mehr Waffen die in diesem Jahr verkauft wurden.

Kriminalprävention zeigt sich besorgt

Mehr Waffen sorgen jedoch nicht für mehr Sicherheit. Im Gegenteil, zeigt sich Martin Boess, Direktor der Schweizerischen Kriminalprävention besorgt gegenüber 10vor10. "Wenn mehr Waffen im Umlauf sind, steigt die Gefahr für die Bevölkerung. Das zeugen unter anderem Erfahrungen aus den USA. Wo es mehr Waffen hat, passieren auch mehr Unfälle", so Boess. Es sei deshalb eine schlechte Idee eine Waffe im Haus zu haben, um sich sicherer zu fühlen.

Schweizweit sind laut dem Bundesamt für Polizei zurzeit rund 2,5 Millionen Waffen registriert. Davon stammt rund die Hälfte vom Militär.