Asylunterkunft Hirschpark bleibt dauerhaft

Kanton und Stadt Luzern einigen sich auf eine langfristige Nutzung

Das ehemalige Pflegezentrum Hirschpark wird zum Asylzentrum. Es liegt etwas oberhalb vom St. Karli Schulhaus in der Stadt Luzern

Das ehemalige Pflegeheim Hirschpark in der Stadt Luzern wird nicht nur bis 2017 sondern dauerhaft als Asylzentrum genutzt. Darauf haben sich der Kanton und die Stadt Luzern geeinigt. Zudem wird der Betrieb der Notunterkunft in der Zivilschutzanlage Eichhof bis Ende April verlängert.

Das Asylzentrum Hirschpark wurde im Mai 2014 als temporäre Lösung für drei Jahre eröffnet. Ab 2017 sei eine längerfristige Nutzung der Liegenschaft durch die Luzerner Psychiatrie vorgesehen gewesen. Diese orientiere sich zurzeit jedoch räumlich neu, heisst es in der Mitteilung.

Die Luzerner Stadtregierung erklärt in einer Stellungnahme, sie komme mit dem Entscheid ihrer Verantwortung nach, langfristig Wohnraum für Asylsuchende und Flüchtlinge zur Verfügung zu stellen. Die Erfahrungen aus dem Betrieb der vergangenen anderthalb Jahre seien gut. Des Weiteren sei der Hirschpark eine verhältnismässig kostengünstige Variante. Auf eine geplante Containersiedlung im Gebiet Eichwald bei der Allmend wird dafür verzichtet. Bereits im Januar 2015 hatte der Regierungsrat das 5,7-Millionen-Projekt aufgrund der Kosten sistiert.

Bei der Liegenschaft Hirschpark wird die Kapazität von 100 auf 180 Sollplätze ausgebaut, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Seit mehreren Monaten sind angesichts der Flüchtlingskrise in der Anlage bis zu 200 Personen untergebracht. Die Unterkunft gehört dem Kanton Luzern. Dieser will das Gesuch für den Umbau voraussichtlich im Sommer 2016 bei der Stadt Luzern einreichen.

Die Stadt Luzern hat ausserdem entschieden, dass die Zivilschutzanlage Areal Eichhof weitere drei Monate bis Ende April 2016 als Asylunterkunft genutzt wird. Aufgrund des technischen Zustandes der Lüftungs- und Elektroanlagen sei ein Dauerbetrieb danach aber nicht mehr möglich. Die Stadt Luzern muss deshalb an einem andern Ort 60 bis 70 neue Plätze ausfindig machen. Wo, wisse man zum heutigen Zeitpunkt noch nicht, hiess es auf Anfrage von Radio Pilatus.

Audiofiles

  1. Asylunterkunft Hirschpark wird langfristig betrieben. Audio: Philipp Breit