Brandschutz in Zivilschutzanlagen gelockert

Der Kanton Zug will so mehr Platz für Asylbewerber schaffen

Zivilschutzanlage Eichhof-Areal (Symbolbild)

Der Kanton Zug will auf dem Areal des ehemaligen Kantonsspitals eine zweite Durchgangsstation für Asylbewerber eröffnen. Es sollen dort 70 Asylsuchende untergebracht werden. Zudem wurden in der Schweiz auf Anfang Jahr die Brandschutzvorschriften für Zivilschutzanlagen gelockert. Dadurch können diese Anlagen rascher als Unterkünfte für Asylsuchende genutzt werden.

Laut dem Zuger Sicherheitsdirektor Beat Villiger sei es für die Bevölkerung schon länger nicht mehr nachvollziehbar, wieso bei einer zivilen Nutzung von Zivilschutzanlangen - dazu gehört auch die Nutzung als Asylunterkunft - strengere Brandschutzvorschriften gelten als für die militärische Nutzung. Durch die gelockerten Vorschriften können nun laut Villiger in einer 150-plätzigen Zivilschutzanlage statt 50 neu bis zu 80 Asylsuchende einquartiert werden. Dies erleichtere die Suche nach Plätzen. Und die Kantone können hohe Umbaukosten einsparen.

Audiofiles

  1. Brandschutzvorschriften für Zivilschutzanlagen werden gelockert. Audio: Sämi Deubelbeiss, Radio Pilatus AG